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Celestron CGEM - Deutsche Montierung -

Lange habe ich mit einer VIXEN GP-Montierung und einem VIXEN R200SS beobachtet. Die GP-Montierung war allerdings unterdimensioniert und der Spaß am Beobachten hat oft gelitten. Da ich gerne Astrofotografie betreibe, war die Ausrüstung eher hinderlich. Als ich mich um eine neue Ausrüstung kümmerte, kündigte sich gerade die Alternative zur EQ6 an, die Celestron CGEM, die sich im selben Segment wie die EQ6 befindet. Auf dem ATT in Essen habe ich mir beide Montierungen angeschaut und mich letztendlich für die CGEM entschieden.

Was wollte ich?

Ich wollte ein 10" Newton Teleskop und damit Astrofotografie betreiben. Die Montierung sollte das Teleskop gut tragen und nicht am Rand der Leistungsgrenze liegen. Zudem wollte ich eine GoTo-Steuerung haben. Alles muss auch noch transportabel sein.

Warum habe ich mich für die CGEM entschieden?

Was mir augenscheinlich direkt an der CGEM gefallen hat, war die Robustheit und der recht massive und stabile Polblock. Die Schrauben sind gut greifbar. Zudem hat mich das softwaregesteuerte "Polar Alignment" gereizt. Dieser Reiz wandelte sich nach der ersten Beobachtung in eine Art Begeisterung. Das Einnorden macht mit der Steuerungssoftware wirklich Spaß.

Der Aufbau der Montierung

Der Montierungsaufbau ist völlig unproblematisch. Aufgrund der guten Verarbeitung ist alles sehr griffig. Zudem ist kein Teil so schwer, dass es nicht von einem allein getragen werden kann. Das Nibellieren geht zügig von der Hand und die grobe Poljustage ist schnell gemacht. Schon kann die Montierung nach Anschluß der Elektronik Alignt werden. Hierzu existiert eine Methode, die anfänglich irreführend war. Man macht am besten ein "Two Star Alignment". Hierzu soll man zwei Sterne östlich oder westlich des Meridians wählen. Danach sollte ein "Calib Star" hinzugefügt werden, der auf der anderen Meridianseite steht wie die Alignment Sterne. Man kann aber auch alle Sterne des Himmels nutzen, nur da habe ich eine Ungenauigkeit bei der Positionierung festgestellt.

CGEM oder EQ6

Wer vor der Wahl eines Montierungskaufes steht und zwischen der CGEM und EQ6 entscheiden will, dem sei gesagt dass beide Montierungen sehr gut sind. Irgendwo denke ich, ist dies eine Geschmacksfrage. Jede Montierung hat Ihre Vor- und Nachteile.

Das "Polar Alignment"

Die CGEM verfügt über keinen Polsucher. Dieser ist zwar nachrüstbar, wird aber nicht benötigt. Die Montierung verfügt über eine Softwarelösung zum Einnorden der Montierung. Für das "Polar Alignment" muss ein heller, möglichst im Meridian stehender, Stern angesteuert werden. Die Montierung steuert dann die Position am Himmel an, an der sie diesen Stern erwarten würde, wenn die Montierung exakt poljustiert wäre. Dann muss mit den Azimut- und Polhöhenschrauben dieser Stern in die Mitte des Okulars gebracht werden. Ich habe festgestellt, dass dieses Poljustieren sehr einfach und auch genau ist.



Aufbewahrung und Transportbox
Holzkiste mit integriertem Akku Innenansicht des Akkus Anschluss für die DMK Kamera Zigarettenanzünder Anschluss
Energieversorgung

Die CGEM Montierung benötigt einen 12V Anschluss und hat bei voller Last einen Verbrauch von 1,5A. Ich habe mir zur Energieversorgung einen 18A Blei-Gel-Akku besorgt, den ich in einen Holzkasten gesetzt habe. Zum Einen habe ich einen Zigarettenanzünder Anschluss eingebaut zum Anderen einen Anschluss für die DMK.21AF04.AS Kamera. Zudem kann der Stromfluss generell am Akku ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Ich habe bisher drei Nächte beobachtet ohne den Akku geladen zu haben. Das GoTo wurde mehrfach angewendet und ist auch oft über den gesamten Himmel gelaufen. Diese Lösung der Energieversorgung funktioniert sehr gut.

Das "GoTo"

Über das sogenannte "GoTo" kann man auf eine Datenbank zurückgreifen und viele Objekte per Tastenknopf ansteuern. Gewünschtes Objekt auswählen, Taste "ENTER" drücken und schon schwenkt das Teleskop automatisch zum Objekt. Auch von der Genauigkeit des GoTo bin ich begeistert. Nach einem ordentlichen "Two-Star-Alignment" findet die Montierung jedes Objekt und stellt es mittig ein.

Standalone Autoguider Lacerta MGEN zusammen mit der CGEM


Teleskop auf dem Örmterberg

Teleskop auf dem Örmterberg
Weiterführende Informationen:
[1] Lacerta MGEN - Standalone Autoguider
http://www.michaelkunze.de/astronomie.php?ID=1&CALL_SITE=sonstiges_mgen.php&CALL_FOL=astronomie

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